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Weinhof Anderl · Hier wachsen unsere Weine
Unsere Rieden im Kamptal und Kremstal
Zehn Rieden. Viele kleine Unterschiede. Und die Weingärten, in denen unsere Arbeit beginnt.
Unser Weinhof ist in Lengenfeld zu Hause. Von hier aus bewirtschaften wir 8,5 Hektar Rebfläche auf 22 einzelnen Parzellen in zehn Rieden. Die Standorte liegen in Lengenfeld, Langenlois und Stratzing – im Kamptal und im benachbarten Kremstal.
Manche Böden sind von Löss geprägt, andere von Gneis, Glimmerschiefer oder alten Fluss- und Meeresablagerungen. Auch Höhenlage und Ausrichtung unterscheiden sich. Für uns bedeutet das: Jeder Weingarten verlangt Aufmerksamkeit für seine eigenen Bedingungen. Zusammen bilden diese Flächen unser Riedenmosaik.
10Rieden
22Parzellen
8,5 haeigene Rebfläche des Betriebs
Wo unsere Reben wachsen
Entdecken Sie unsere Standorte und die Landschaft, zu der sie gehören.
01
Lengenfeld & Langenlois · Kamptal
Ried Kittmannsberg
Löss und geschützte Terrassen
276–363 m SeehöheSüd-Südost
Westlich von Langenlois liegt die Ried Kittmannsberg, die sich über Langenlois und Lengenfeld erstreckt. Sanft geneigte Hänge und weitläufige Terrassen prägen ihr Bild. Die Weingärten sind überwiegend nach Süd-Südosten ausgerichtet; eine kesselförmige Einbuchtung bietet Schutz vor Wind.
Kennzeichnend sind mächtige Lössschichten und tiefgründige, kalkreiche Böden. Löss wurde während der Eiszeiten vom Wind abgelagert. Heute bildet er hier einen Boden, der Wasser gut speichern kann. Der Riedenname ist bereits auf historischen Karten zu finden und wird in der Quelle vermutlich auf einen früheren Besitzer zurückgeführt.
Aus dieser Ried stammt unser Grüner Veltliner „Ried Kittmannsberg“, den wir als eigenen Riedenwein abfüllen.
Ried auf der offiziellen Riedenkarte ansehen ↗02
Lengenfeld · Kamptal
Ried Leimer
Wo Gneis auf Löss trifft
329–393 m SeehöheOst-Südost
Nördlich von Lengenfeld liegen die ost- bis südostwärts gerichteten Weingärten der Ried Leimer. Ihre Besonderheit ist der Wechsel zwischen kristallinem Gestein und Löss: Schon innerhalb dieser vergleichsweise kleinen Ried unterscheiden sich die Bodenverhältnisse deutlich.
Im Nordwesten entstehen aus verwittertem Gneis kalkfreie, steinreiche Böden mit sandigen Anteilen. Im Südosten liegt über dem Gneis eine Lössdecke, auf der sich Braunerde entwickelt hat. Der Name Leimer, historisch auch Laimer, wird mit lehmigem Boden in Verbindung gebracht. Die Ried zeigt damit anschaulich, weshalb wir jeden unserer Weingärten für sich betrachten.
In der Ried Leimer wachsen Rieslingreben unseres Weinhofs.
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Lengenfeld · Kamptal
Ried Pfeiffenberg
Löss mit Gneis im Untergrund
321–405 m SeehöheSüd-Südost
Die Ried Pfeiffenberg gehört zu Lengenfeld und ist vorwiegend nach Süden und Südosten ausgerichtet. Die bepflanzten Flächen reichen laut Riedenkarte von 321 bis 405 Metern Seehöhe. Damit umfasst die Ried unterschiedliche Höhenlagen und Standortbedingungen.
Auf großen Teilen prägt Löss die Böden: Braunerde und Schwarzerde sind daraus entstanden, teilweise wurde das Material durch Abschwemmung verlagert. Darunter liegt Paragneis, der unter anderem an der Flanke des Spießberggrabens sichtbar wird. Wo dieses Gestein ansteht, entwickeln sich kalkfreie Verwitterungsböden. Die Quelle führt den Namen auf früheren Kirchenbesitz zurück.
Auch in der Ried Pfeiffenberg wachsen Rieslingreben unseres Weinhofs.
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Lengenfeld · Kamptal
Ried Ametsberg
Kristallines Gestein und alte Weinbaugeschichte
322–392 m SeehöheSüd-Südwest
Nordwestlich von Lengenfeld erstreckt sich die Ried Ametsberg. Ihre Weingärten sind überwiegend nach Süd-Südwesten ausgerichtet. Gneis, Glimmerschiefer und Quarzit bilden hier den geologischen Untergrund und machen den Ametsberg zu einem Beispiel für die kristallinen Standorte unserer Umgebung.
Aus verwittertem Gestein haben sich vorwiegend kalkfreie Felsbraunerden entwickelt. Stellenweise liegen darüber Reste einer jüngeren Lössdecke. Historische Karten zeigen, dass im südlichen Teil der Ried bereits im 19. Jahrhundert Weinbau betrieben wurde. Der Name wird in der Quelle als Hinweis auf eine frühere Rodung oder einen Holzschlag gedeutet.
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Lengenfeld · Kamptal
Ried Kiesling
Spuren der Urdonau
313–366 m SeehöheSüd
Die Ried Kiesling liegt südöstlich von Lengenfeld und ist überwiegend nach Süden ausgerichtet. Lössböden und kiesige Ablagerungen kommen hier nebeneinander vor. Diese Unterschiede lassen sich bis in die weit zurückliegende Geschichte der Landschaft verfolgen.
Auf Löss haben sich Schwarzerde und Braunerde entwickelt. Im nördlichen Teil treten auch sandige Kiese der Hollabrunn-Mistelbach-Formation an die Oberfläche. Sie stammen von der Urdonau, die vor rund acht Millionen Jahren weiter nördlich als der heutige Fluss verlief. Dort sind die Böden sandiger, steinreicher und trockener. Auch der Name Kiesling verweist auf Kiesel und schottrigen Untergrund.
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Lengenfeld · Kamptal
Ried Riedel
Ein Höhenrücken mit wechselnden Böden
296–378 m SeehöheOst-Nordost
Im Bereich des Kremsfeldes südöstlich von Lengenfeld liegt die Ried Riedel. Ihre bepflanzten Flächen reichen von 296 bis 378 Metern Seehöhe; die Hauptausrichtung ist Ost-Nordost. Schon der Name beschreibt die Landschaft: Ein Riedel bezeichnet einen Höhenrücken.
Überwiegend finden sich kalkhaltige Lössböden, auf denen sich Schwarzerde und Braunerde entwickelt haben. Unter dem Löss liegen sandige Kiese der Urdonau. Im westlichen Teil der Ried kommen diese stellenweise an die Oberfläche. So verbindet die Ried Riedel unterschiedliche Ausgangsmaterialien, die den Wasserhaushalt und die Beschaffenheit der Böden mitbestimmen.
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Lengenfeld · Kamptal
Ried Schlickenpfening
Als hier noch ein Meer lag
348–364 m SeehöheOst-Nordost
Die Lengenfelder Ried Schlickenpfening liegt östlich des Ortes. Die bepflanzten Flächen sind überwiegend flach, mit einer Hauptausrichtung nach Ost-Nordost. Die Riedenkarte nennt für sie eine Seehöhe von 348 bis 364 Metern.
Den Untergrund prägen vorwiegend kalkhaltige, tonig-schluffige Ablagerungen eines einstigen Meeres. Vor etwa 16 Millionen Jahren erstreckte sich die Paratethys über Teile des Alpenvorlandes. Im Westen werden ihre Ablagerungen von jüngeren, sandigen Kiesen der Urdonau überdeckt. Die Quelle erklärt den ungewöhnlichen Riedennamen mit einem historischen Spottnamen für einen Geizhals.
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Langenlois · Kamptal
Ried Schlickenpfennig
Die Langenloiser Ried mit dem ähnlichen Namen
327–353 m SeehöheOst-Nordost
Neben Schlickenpfening in Lengenfeld befinden sich Weingärten unseres Betriebs auch in der Ried Schlickenpfennig in Langenlois. Die Riedenkarte führt beide als eigenständige Rieden. Die unterschiedliche Schreibweise gehört deshalb auch in unsere Übersicht.
Die bepflanzten Flächen der Langenloiser Ried liegen zwischen 327 und 353 Metern Seehöhe. Sie sind vorwiegend nach Ost-Nordost ausgerichtet und im Durchschnitt nur schwach geneigt. Gemeinsam mit unseren anderen Standorten ist auch diese Ried Teil unseres Riedenmosaiks.
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Lengenfeld & Langenlois · Kamptal
Ried Wechselberg
Zwischen zwei Weinorten
276–357 m SeehöheOst-Nordost
Der Wechselberg liegt zwischen Lengenfeld und Langenlois und gehört zu beiden Weinbaugemeinden. Die terrassierten Weingärten sind vorwiegend nach Nordosten und Osten ausgerichtet. Auf historischen Karten ist die Ried bereits als Weinbaufläche mit ihrem Namen verzeichnet.
Die Böden sind überwiegend aus Löss entstanden. Neben Schwarzerde findet sich kalkhaltige Braunerde; stellenweise ist der Löss durch Abschwemmung verändert. Im Westen treten auch sandige Kiese der Urdonau auf. Der Wechselberg verbindet damit die jüngeren Lössablagerungen mit der älteren Flussgeschichte der Region.
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Stratzing · Kremstal
Ried Satzen
Unser Standort im benachbarten Kremstal
313–374 m SeehöheSüdost
Unser Riedenmosaik reicht auch in das benachbarte Kremstal: Die Ried Satzen liegt östlich von Stratzing. Die Weingärten sind nach Südosten ausgerichtet und befinden sich laut Riedenkarte zwischen 313 und 374 Metern Seehöhe.
Hier prägt Schwarzerde aus Löss den Boden. Das feine, kalkhaltige Material wurde während der Eiszeiten vom Wind in die Region getragen. Daraus entwickelte sich ein Boden mit guter Speicherfähigkeit. Satzen ergänzt die Vielfalt unserer Standorte – und zeigt, weshalb die Herkunft jedes einzelnen Weins genau betrachtet werden muss.
Ried auf der offiziellen Riedenkarte ansehen ↗Was unsere Standorte unterscheidet
Eine Ried ist eine benannte und abgegrenzte Weinlage. Innerhalb einer Ried können sich die Böden dennoch verändern. Deshalb beschreiben die Angaben oben jeweils die Ried als Ganzes; die Bedingungen unserer einzelnen Parzellen betrachten wir bei der Bewirtschaftung genauer.
Lössböden können Wasser gut speichern. Steinreiche Verwitterungsböden und sandige Kiese besitzen andere Eigenschaften. Hinzu kommen Sonnenausrichtung, Hangform und die jeweilige Witterung. Dieses Zusammenspiel bildet die Grundlage unserer Arbeit. Wie ein Wein schließlich schmeckt, hängt auch von Rebsorte, Jahrgang und Ausbau ab.
Vom Weingarten ins Glas
Unsere Rieslingreben wachsen in den Rieden Leimer und Pfeiffenberg. Den Grünen Veltliner aus der Ried Kittmannsberg füllen wir als eigenen Riedenwein ab. Bei einer persönlichen Verkostung erzählen wir Ihnen gerne mehr über die Herkunft und die Arbeit hinter unseren Weinen.
Fragen zu unseren Rieden
Wo befinden sich die Weingärten des Weinhof Anderl?
Unsere Weingärten verteilen sich auf zehn Rieden in Lengenfeld, Langenlois und Stratzing. Die Standorte gehören zum Kamptal und zum benachbarten Kremstal.
Liegen alle eure Weingärten im Kamptal?
Die meisten unserer hier vorgestellten Rieden gehören zum Kamptal. Die Ried Satzen in Stratzing gehört zum Kremstal.
Gehört der Kittmannsberg zu Lengenfeld oder Langenlois?
Zu beiden: Die Ried Kittmannsberg erstreckt sich über Lengenfeld und Langenlois.
Was ist der Unterschied zwischen einer Ried und einer Parzelle?
Eine Ried ist eine benannte, abgegrenzte Weinlage. Eine Parzelle ist eine einzelne Grundstücksfläche. Unsere 22 Parzellen befinden sich in zehn Rieden.
Füllt ihr jede Ried als eigenen Wein ab?
Aktuell führen wir den Grünen Veltliner aus der Ried Kittmannsberg als eigenen Riedenwein. Die anderen Rieden stellen wir hier als Standorte unserer Weingärten vor.
