Grauburgunder (Pinot Grigio / Pinot Gris)

Grauburgunder heißt in Frankreich Pinot Gris und in Italien Pinot Grigio. Bei uns in Lengenfeld darf die Sorte mehr als nur frisch sein: Frucht, Würze und Struktur prägen den Stil, einzelne Jahrgänge erhalten durch Holzausbau zusätzliche Tiefe.

Mehr über Grauburgunder im Kamptal erfahren ↓

Grauburgunder im Kamptal

Grauburgunder – französisch Pinot Gris, italienisch Pinot Grigio und traditionell auch Grauer Burgunder oder Ruländer – zeigt innerhalb der Burgunderfamilie meist eine etwas kräftigere, würzigere Seite. Er kann saftig und unkompliziert sein, aber ebenso körperreich, strukturiert und vielschichtig. Diese Wandelbarkeit mögen wir an der Sorte. In unseren Lengenfelder Weingärten treffen unterschiedliche Böden und Standorte auf das Kamptaler Wechselspiel aus Wärme und kühleren Nächten. Je nach Jahrgang entsteht daraus ein Grauburgunder, der stärker von Frucht geprägt ist oder mehr Ruhe, Substanz und Tiefe mitbringt.

Wie schmeckt Grauburgunder?

Im Glas kann Grauburgunder reife Frucht, Würze und eine fülligere Textur zeigen, ohne deshalb schwer wirken zu müssen. Entscheidend ist das Gleichgewicht. Junge Jahrgänge können besonders saftig und zugänglich sein; strukturierte Weine gewinnen mit Zeit oft an Ruhe und Komplexität. Deshalb gehört auch beim Grauburgunder die Reife für uns zum Thema. Wer nur den jungen, fruchtigen Stil kennt, erlebt bei einem gereiften Jahrgang manchmal eine überraschend andere Seite derselben Sorte.

Grauburgunder und Holzausbau

Auch beim Ausbau gibt es bei uns nicht nur einen Weg. Einzelne Grauburgunder werden bewusst mit Holz ausgebaut. Das Fass ist dabei kein Selbstzweck, sondern soll Struktur und Textur unterstützen und sich in den Wein einfügen. Andere Jahrgänge stellen Frische und Frucht stärker in den Vordergrund. Diese Unterschiede möchten wir nicht in der Kategorie verstecken, denn sie helfen bei der Auswahl: Wer einen geradlinigen Grauburgunder sucht, erwartet etwas anderes als jemand, der einen kräftigeren, vielschichtigeren Wein mit Holzeinfluss möchte. Den konkreten Ausbau finden Sie deshalb immer beim jeweiligen Produkt.

Pinot Gris, Grauer Burgunder und Kamptal DAC

Grauburgunder gehört zu den Sorten, mit denen wir unsere Burgunder-Leidenschaft im Kamptal zeigen. Die Region ist vor allem für Grünen Veltliner und Riesling bekannt, doch gerade Burgundersorten reagieren spannend auf Standort und Jahrgang. Die Herkunftssystematik des Kamptals entwickelt sich auch für diese Sorten weiter. Für unsere Weine gilt dabei ganz einfach: Maßgeblich ist die Bezeichnung des jeweiligen Jahrgangs. Uns geht es nicht darum, jeder Flasche ein theoretisches Etikett überzustülpen, sondern darum, Herkunft und Stil verständlich zu machen.

Grauburgunder mit Reife

Wenn Sie Grauburgunder wegen seiner saftigen Frucht und unkomplizierten Art mögen, beginnen Sie bei einem jüngeren Jahrgang. Suchen Sie mehr Körper und Struktur, achten Sie auf Ausbau und Jahrgang. Bei einzelnen Weinen spielt Holz eine Rolle; gereifte Jahrgänge können wiederum eine ganz andere, ruhigere Seite zeigen. So wird aus der Frage „Mag ich Grauburgunder?“ schnell die spannendere Frage: „Welcher Grauburgunder passt heute zu mir?“ Genau dafür stehen die unterschiedlichen Weine oben in der Kategorie.

Häufige Fragen

Sind Grauburgunder und Pinot Gris dasselbe?

Ja. Auch Grauer Burgunder bezeichnet dieselbe Rebsorte; Pinot Grigio ist die italienische Bezeichnung.

Gibt es Grauburgunder mit Holzausbau?

Ja. Bei Anderl werden einzelne Grauburgunder im Holz ausgebaut; die genaue Information steht beim jeweiligen Wein.

Kann Grauburgunder reifen?

Ja. Besonders strukturierte Weine können von Flaschenreife profitieren.

Ist Grauburgunder immer kräftig?

Nein. Stil und Körper hängen von Herkunft, Jahrgang, Reife und Ausbau ab.